Und auch über ein klares Bekenntnis zu einer starken Europäischen Union konnte Verena Mertens sich freuen. Melanie Cramer: „Unumstößlich ist für uns als Arbeitgeberverband mit seinen mehr als 180 Mitgliedsunternehmen: Eine erfolgreiche Wirtschaft in unserer Region, in NRW und in Deutschland insgesamt gibt es nur in einem starken Europa!“
Das große ABER blieb jedoch nicht aus:
So erläuterten Vertreter der Mitgliedsunternehmen im gemeinsamen Gespräch sehr anschaulich und praktisch die Fülle und auch zeitliche Dichte der bürokratischen Belastungen der heimischen Wirtschaft durch europäische Vorgaben.
Florian Meier, Geschäftsführer der Firma LST-Laserschneidtechnik GmbH aus Hövelhof, brachte dabei die Sichtweisen des Mittelstandes ein.
Marc Heberling, Vice President HR der BENTELER Group und Vorstandsvorsitzender des Arbeitgeberverbandes, berichtete von den aktuellen Herausforderungen des Automotive-Sektors ebenso wie von denen der Stahlindustrie.
➡️ Die Verbandschefin fasste die Kern-Forderungen so zusammen:
1. Der Wettbewerbsfähigkeit muss Vorfahrt eingeräumt werden
2. Der Bürokratieabbau muss endlich ernst genommen werden, um den Mittelstand zu stärken
3. Den Binnenmarkt durch funktionierende Arbeitsmobilität vollenden
4. Die internationale Rolle Europas stärken
Verena Mertens nahm sich viel Zeit für den Austausch mit den Verbands- und Unternehmensvertretern, die deutlich machten, wie sehr der Umgang mit den (auch) europäischen Vorgaben die Wirtschaft im Tagesgeschäft und in der Entwicklung einengt und Ressourcen bindet.
Der Arbeitgeberverband Paderborn/ Höxter steht seinen Mitgliedsunternehmen insbesondere im Bereich des Arbeitsrechts als Berater und Vertreter zur Verfügung. Eine jüngere Initiative des Verbandes ist die ErfolgsPlus GmbH, die deren Geschäftsführerin Annette Stratmann vorstellte und die zukünftig Betriebe mit weiteren Dienstleistungen u.a. mit einer Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz bedienen wird.
Einigkeit unter den Teilnehmern bestand im Übrigen auch darin, dass europäische Gesetzgebung bisweilen nicht das entscheidende Problem sei, sondern die penible bis übertriebene Umsetzung von Regelungen in Deutschland.
„Ich freue mich sehr über diesen sehr offenen und damit produktiven Austausch!“, betonte Verena Mertens, die auch ihrerseits die weitere Zusammenarbeit im Interesse von Arbeitgebern wie Arbeitnehmern in OWL in Aussicht stellte.
Und Melanie Cramer hob hervor: „Ein konstruktiver Austausch mit den EU-Institutionen stärkt Wachstum und Arbeitsplätze in Deutschland, denn die EU gestaltet die Rahmenbedingungen, in denen sich die Arbeitgeber auch hier in unseren beiden Kreisen bewegen, entscheidend mit.“
IHR ARBEITGEBERVERBAND FÜR DIE GEBIETE PADERBORN, BÜREN, WARBURG UND HÖXTER E.V.
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