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Industrielle Basis der Region unter Druck – Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbandes zeigt angespannte Lage der Metall- und Elektroindustrie

Die jährliche Konjunkturumfrage der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie in NRW gibt einen umfassenden Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Erwartungen sowie die Investitions- und Ausbildungspläne der M+E-Betriebe in NRW – und liefert damit ein belastbares Stimmungsbild der industriellen Basis im Land.

„Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage sind ein Alarmsignal – für NRW insgesamt, aber ganz konkret auch für den Kreis Paderborn und den Kreis Höxter“, erklärt Melanie Cramer, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands der Metall- und Elektroindustrie in den Kreisen Paderborn und Höxter.

„Die industrielle Basis unserer Region steht unter massivem Druck. Eine Aufbruchstimmung ist in den Betrieben nicht zu erkennen – im Gegenteil“, so Cramer.

In der regionalen Sonderauswertung für den Kreis Paderborn zeigt sich die Lage mindestens ebenso angespannt wie im Landesdurchschnitt. Von den an der Umfrage beteiligten Betrieben bewertet nur ein sehr kleiner Teil die aktuelle Geschäftslage positiv, während die Mehrheit unzufrieden ist.

Besonders kritisch ist die Auftragslage: Sowohl im Inland als auch im Ausland bewegen sich die Bestellungen auf einem sehr niedrigen Niveau. In der regionalen Auswertung rechnen nur einzelne Betriebe mit einer Verbesserung der Auftragseingänge, während die übrigen von Stagnation oder Rückgängen ausgehen.

Auch bei den Erträgen zeichnet sich kein Lichtblick ab. Die Unternehmen im Kreis Paderborn berichten überwiegend von schwachen oder rückläufigen Ergebnissen. Hohe Energiepreise, steigende Arbeitskosten, zunehmende Bürokratie und hohe Finanzierungskosten belasten die Betriebe massiv.

Besonders besorgniserregend sind die Investitionssignale: In der regionalen Auswertung zeigt sich bei den beteiligten Unternehmen teilweise ein Zurückfahren der Investitionen in Deutschland.

Auch bei der Ausbildung macht sich die Unsicherheit bemerkbar. Ein Teil der Betriebe plant, weniger Ausbildungsplätze anzubieten oder zumindest nicht auszubauen.

Das Fazit des Arbeitgeberverbandes fällt deutlich aus: „Die Konjunkturumfrage zeigt klar: Die Krise ist keine abstrakte Statistik – sie ist in den Betrieben im Kreis Paderborn und Höxter längst angekommen. Viele Unternehmen arbeiten inzwischen an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Das Ruder kann nur herumgerissen werden mit endlich spürbaren Entlastungen bei Energiepreisen, Steuern und Bürokratie und verlässlichen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Wenn selbst in einer industriell starken Region wie der unseren Investitionen gestrichen oder verschoben werden, ist das ein deutliches Warnzeichen für den Standort insgesamt. Weitere Investitionskürzungen bedeuten einen schleichenden Verlust industrieller Substanz in unserer Region – mit tiefgreifenden negativen Folgen für Arbeits- und Ausbildungsplätze“, so Melanie Cramer.

Annette Stratmann

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